Informationen zu angebotenen Leistungen

HNO Informationen und Leistungen informiert über medizinische Inhalte des Fachgebietes. Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) wird auch als Otorhinolaryngologie (ORL) bezeichnet. Der englische Begriff lautet Otolaryngology, Head and Neck Surgery (OHNS). Obwohl anatomisch begrenzt, ist es ein vielfältiges, grosses medizinisches Fachgebiet. Zudem werden Patienten verschiedener Altersstufen mit typischen Erkrankungen behandelt. z.B. werden bei Kindern die Mandeln entfernt oder bei älteren Patienten Hörgeräte bei Schwerhörigkeit angepasst. Ausserdem werden neben schweren, potentiell lebensbedrohlichen Erkrankungen (Entzündungen, Tumorerkrankungen), auch Erkrankungen behandelt die mit einer Einschränkung der Lebensqualität einhergehen (z.B. Tinnitus). Ebenfalls dazu gehören Symptome, die keine eigentliche Erkrankung darstellen, bei denen aber ein Therapiewunsch besteht, z.B. Schnarchen, ästhetische Eingriffe, Nasenkorrektur. 

Im folgenden wird eine Auswahl an Informationen zu Beschwerden, Krankheitsbildern und chirurgischen Eingriffen erläutert.

Abklärungen und Behandlungen bei

  • Nasenatmungsbehinderung
  • Nasennebenhöhlenerkrankungen (Entzündungen, Polypen etc.)
    • FESS (functional endoscopic sinus surgery)
  • Nasenkorrektur (funktionell und ästhetisch)
  • Hörstörungen und Hörabklärungen
    • Hörgeräteexpertisen (Experte für die Begutachtung von Hörmittelfällen in der IV/AHV)
  • Ohrentzündungen (Mittelohr, Gehörgang, Kinder und Erwachsene)
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Mandelentzündungen (Tonsillen, Adenoide bei Kindern)
  • Schwellungen im Halsbereich (Speicheldrüse, Schilddrüse, Lymphknoten, Zysten, Ultraschalluntersuchungen)
  • Veränderungen im Mund (Schwellungen, offene Stellen)
  • Schluckbeschwerden
  • Stimmveränderungen
  • Fremdkörpergefühl und Trockenheit oder Schleim im Rachen und Hals
  • Schnarchen
  • Hauttumore im Kopf- und Halsbereich
  • Schilddrüse

Gebiete

Nase

Septumplastik

Synonyme: Begradigung der Nasenscheidewand (Septum)

Indikation / Wann wird diese Operation durchgeführt?

Wenn aus anatomischen Gründen zu wenig Platz in der Nase zum Atmen vorhanden ist und dies als sehr störend empfunden wird, wird in der Regel eine Septumplastik und Turbinoplastik durchgeführt. Davor muss aber ausgeschlossen werden, dass die verminderte Nasenatmung nicht durch etwas anderes verursacht oder mit-verursacht wird (z.B. durch die äussere Form der Nase, durch Allergien, eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen etc.). Eine verkrümmte Nasenscheidewand (Septumdeviation) ist ein häufiger Grund für eine ein- oder beidseitig einschränkte Nasenatmung. Eine medizinischen Therapie (steroidhaltige Nasensprays) sollte zuvor ausprobiert werden, hat aber typischerweise keinen Effekt, sodass als effektive Therapie nur die Operation bleibt.

Ablauf der Operation

Die Operation wird in Anästhesie (Vollnarkose) durchgeführt. Der Schnitt erfolgt im Innern der Nase, es werden von aussen keine Narben sichtbar sein. Anschliessend wird im Naseninnern die Schleimhaut von der Nasenscheidewand gelöst. Die verkrümmten knöchernen und knorpligen Areale der Nasenscheidewand werden begradigt oder entfernt. Die Schleimhaut wird dann wieder auf die Nasenscheidewand zurückgelegt und mittels sich selbst auflösender Fäden fixiert. In gewissen Fällen kann es nötig sein, Plastik-Folien in der Nase zu platzieren. Diese bleiben für ca. 1 Woche in der Nase und verhindern Verwachsungen (Adhäsionen). Am Ende der Operation kann es zudem nötig sein, die Nase zu tamponieren. Meist wird die Operation mit einer Turbinoplastik kombiniert (s. separate Erklärung).

Nach der Operation

Die Tamponade wird am Tag nach der Operation entfernt, was wenige Sekunden dauert und schmerzlos ist. Danach sollte man noch eine Stunde im Spitalbett liegen bleiben, da es manchmal noch etwas nachbluten kann. Bis die Tamponade entfernt wird, muss man zudem durch den Mund atmen, was zu einem trockenen Rachen führen kann. Von der Narkose ist man häufig noch etwas müde. Das Gefühl in den oberen Scheidezähnen ist manchmal etwas taub, was in der Regel nach 1 bis 2 Monaten wieder weggeht.

Über die Pflege nach der Operation wird man vom Operateur noch genau informiert. In der Regel umfasst diese regelmässiges Spülen der Nase und das Anwenden von Nasensalbe im Bereich des Schnittes in der Nase.

Resultat

Die Verbesserung der Nasenatmung tritt verzögert ein. Wenn die akuten Schwellungen in der Nase nachlassen bemerkt man nach ca. 3 Wochen bereits einen Effekt. Bis sich die Schleimhäute komplett erholt haben und die Narbenbildung in der Nase abgeschlossen ist kann es gut 3 Monate dauern. Je nachdem wie ausgedehnt die Verkrümmung der Nasenscheidewand war, spürt man die Besserung schon deutlich früher. Die äussere Form der Nase wird nicht verändert.

Mögliche Komplikationen

Blutung: Beim Spülen der Nase nach der Operation kommt häufig noch etwas blutiges Sekret. Sollte es zu einem schweren Nasenbluten kommen, oder einem Nasenbluten, das nicht rasch von alleine aufhört, ist eine erneute ärztliche Vorstellung nötig. In seltenen Fällen kann es auch zwischen die Schleimhaut und die Nasenscheidewand bluten (Septumhämatom). Ein Septumhämatom muss durch eine Punktion oder kurze Operation entlastet werden

Infektionen: Nach einer Septumplastik bestehen in der Regel keine starken Schmerzen (mit Schmerzmittel gut einstellbar) und diese nehmen von Tag zu Tag ab. Sollte es nach ein paar Tagen jedoch plötzlich zu einer Zunahme der Schmerzen kommen, die Nasenspitze auf Druck sehr empfindlich reagieren, eine Rötung der Haut oder Fieber auftreten oder gar Eiter aus der Nase fliessen ist eine rasche Vorstellung beim Operateur erforderlich. Eine Entzündung der Nase kann dazu führen, dass der Knorpel an gewissen Stellen einschmilzt und sich im Verlauf eine sogenannte Sattelnase bildet, was sehr selten ist und operativ korrigiert werden müsste.

Narben: Im späteren Verlauf der Wundheilung können Verwachsungen in der Nase auftreten, welche die Atmung wieder verschlechtern. Diese müssen bei Bedarf – meist in Lokalanästhesie – wieder durchtrennt werden.

Loch in der Nasenscheidewand: Tritt nach einer Septumplastik ein Loch in der Nasenscheidewand (Septumperforation) auf, macht das in der Regel keine Probleme. Ab einer gewissen Grösse und bei ungünstiger Lage kann es jedoch zu Krustenbildung, Blutungen und erneutem schlechterem Atmen kommen. In solch einem Fall ist ein operativer Verschluss zu diskutieren.
All diese Komplikationen sind sehr selten. Am häufigsten anzutreffen sind (leichte) Nachblutungen und manchmal hätte man sich als Patient Widerstand freies Atmen vorgestellt.

Wahrnehmung der Nasenatmung

Die Wahrnehmung der Nasenatmung ist individuell verschieden. Daher ist es wichtig, für eine realistische Vorstellung des zu erwartenden Resultats folgendes zu beachten:
Beim Sport oder anstrengender körperlicher Betätigung ist es normal, durch den Mund zu atmen. 
Auch beim Liegen ist die Nasenatmung etwas schlechter als in aufrechter Körperhaltung.
Obwohl eine gute Nasenatmung sich in gewissen Fällen positiv auf das Schnarchen auswirken kann, hat das Schnarchen häufig andere Gründe. Meist überwiegen diese anderen Faktoren. Dementsprechend wird eine Verbesserung der Nasenatmung häufig das Schnarchen nicht stoppen (s. auch Informationen bezügl. Schnarchen).

Arbeitsausfall

Nach der Operation fällt man für ca. 2 Wochen aus. Bis 3 Wochen nach der Operation sollte man keinen Sport machen oder fliegen.

Nasenkorrektur, Rhinoplastik und Septorhinoplastik

Nasenkorrektur, Rhinoplastik und Septorhinoplastik beschreiben Eingriffe an der Nase bei denen auch die Form der Nase verändert wird. Mit Rhinoplastik werden in der Regel Eingriffe bezeichnet, bei denen es nur um die äussere Formveränderung geht. Somit handelt es sich um einen ästhetischen oder kosmetischen Eingriff. Bei einer Septorhinoplastik werden speziell auch die inneren Strukturen der Nase (Septum / Nasenscheidewand) korrigiert. Bei beiden Eingriffen handelt es sich um Nasenkorrekturen. 

Weitere Details zur Rhinoplastik und Septorhinoplastik folgen..

Ohren

Aufbau des Ohres

Das Ohr ist aus verschiedenen Teilbereichen aufgebaut. Das Trommelfell trennt dabei das äussere Ohr (=Gehörgang) vom Mittelohr, das mit Luft gefüllt ist und in dem sich die Gehörknöchelchen befinden. Am Trommelfell wird der Schall, welcher Schwingungen der Luft entspricht, in Vibrationen der Gehörknöchelchen umgewandelt. Die Gehörknöchelchenkette leitet dann die Vibrationen weiter ans Innenohr, wo der Schall in Form von Wellen in einer Flüssigkeit auf die Haarzellen übertragen werden, welche einen elektrischen Impuls ans Gehirn senden. Das Mittelohr steht zudem über die Tuba Eustachii mit dem hinteren Nasenabschnitt in Verbindung, so kann der Druckausgleich z.B. beim Tauchen, Fliegen oder bei einer Fahrt über eine Passstrasse durchgeführt werden.

Trommelfellperforation

Synonyme: Loch im Trommelfell, Otitis media chronica simplex, traumatische Trommelfellperforation

Entstehung

Eine Trommelfellperforation kann durch ein Trauma (z.B. einen Schlag aufs Ohr, bei einem Sprung ins Wasser oder einem Sturz beim Wakeboarden) auftreten, oder aber im Rahmen einer Infektion des Mittelohres. Dabei kommt es zu einer Eiteransammlung im Mittelohr, welcher schliesslich das Trommelfell durchbricht (das Ohr beginnt zu fliessen, die Schmerzen die aufgrund des Druckes im Mittelohr bestanden, lassen plötzlich nach).

Folgen einer Trommelfellperforation

Häufig heilt ein Loch im Trommelfell von alleine wieder zu. Falls es offen bleibt, kann dies im besten Fall keine weiteren Probleme verursachen und auch unbemerkt bleiben. In der Regel ist das Ohr dann aber nicht mehr „wasserdicht“ und es kommt nach Wasserkontakt (duschen, schwimmen etc.) zu Ausfluss und Entzündungsepisoden. Auch kann ein Loch im Trommelfell das Gehör beeinträchtigen und Eintrittspforte einer chronischen Entzündung die sich weiter ausbreitet (Cholesteatom) darstellen.

Behandlungsmöglichkeiten

Wird ein Loch neu entdeckt, bzw. im Rahmen der HNO Untersuchung festgestellt, erfolgt eine vorsichtige Ohrreinigung. Je nach Befund wird mit einer Antibiotika Behandlung gestartet. Das Gehör wird mittels Hörtest überprüft und dokumentiert und dann wird der Verlauf über 3 Monate abgewartet, wobei das Ohr in dieser Zeit vor Wasser geschützt werden muss.

Eine Trommelfellperforation welche keine weiteren Probleme verursacht, muss nicht weiter behandelt werden. Treten aber Beschwerden wie Ausfluss oder Hörverschlechterung auf, oder es besteht der Wunsch schwimmen zu gehen, kann das Trommelfell mittels einer Operation (Tympanoplastik oder Myringoplastik) verschlossen werden.

Operationstechnik

Es gibt verschiedene Techniken um ein Loch im Trommelfell zu verschliessen. Die Technik hängt auch von der Lage und der Ausdehnung der Perforation ab und muss individuell besprochen werden. Häufig ist ein Schnitt hinter dem Ohr nötig. Es wird etwas Muskelhaut (Faszie) entnommen, mit welchem das Trommelfell dann verschlossen wird. Die Operation wird in Narkose durchgeführt und man trägt bis zum nächsten Morgen einen komprimierenden Ohrdruckverband. 

Nachbehandlung

Die Fäden hinter dem Ohr werden nach 1-2 Wochen entfernt. Das Ohr selber bleibt innen (im Gehörgang) für weitere 2-4 (manchmal 6 Wochen) nach der Operation tamponiert. Meist ist dieser Verband etwas feucht und verfärbt sich. Sollte er etwas herausragen, kann er abgeschnitten werden.

Das Ohr sollte in dieser Zeit vor Wasser geschützt werden und man sollte forcierten Druckausgleich (Nase schnäuzen, Fliegen, Seilbahn fahren etc.) vermeiden. Die Schmerzen sollten mit den rezeptierten Schmerzmittel gut abgedeckt sein.

Eine rasche vorzeitige Vorstellung beim HNO Arzt ist nötig bei:

  • Auftreten von Schwindel, Gangunsicherheit oder Übelkeit nach der Operation
  • Auftreten von Tinnitus (Geräusch/Pfeifen im Ohr)
  • Fieber 
  • gerötetem Ohr
  • fliessendem Ohr (speziell wenn der Verdacht auf Eiter besteht)
  • wenn die Schmerzen nach der Operation nicht abnehmend, sondern wieder zunehmend sind

Erfolgsrate

Die Erfolgsrate ist von vielen Faktoren abhängig (Grösse des Lochs, ob man Raucher ist etc.). Insgesamt wird die Erfolgsrate mit 85% angegeben.

Risiken

Die Risiken werden vor der Operation ausführlich besprochen. Neben dem Risiko, dass das Loch wieder auftritt (15%), werden seltene Risiken wie Tinnitus, Schwindel, Hörverlust und einseitige Geschmacksstörung der Zunge besprochen.

Arbeitsunfähigkeit

Die Arbeitsunfähigkeit beträgt ca. 2 Wochen. 6 Wochen sollte man keine Lasten über 15 kg heben.

Weitere Inhalte werden laufend ergänzt..

Bahnhof Wiedikon / SBB: Fahrplanguru 

ZVV / Tram: www.zvv.ch

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